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Wie geht E-Bike-Trekking?

So ist das Leben (angekommen)
So ist das Leben (angekommen)

Wie geht E-Bike-Trekking?

Nach knapp 4 Tausend Kilometer geht das Trekking mit dem E-Bike in Fleisch und Blut über. Es braucht allerdings einen mehr oder weniger langen Vorlauf und Übung, je e nachdem, wie fit man ist. Möglicherweise bis zu einem halben Jahr für den “Normalo”, bei Sportlern allenfalls sechs Wochen. Hinzu kommt eine gute Technik: Das Rad muss robust gefertigt sein, die Reifen mit gutem Profil. Alle Funktionen müssen einwandfrei funktionieren und nichts darf klappern. Ich würde das in jedem Fall Fachleuten checken lassen.

Für lange Strecken und bei einen Tagespensum von über 80 km kommt es wesentlich darauf an, dass die Beinmuskulatur nicht ermüdet. Dazu muss man eine möglichst hohe Trittfrequenz bei einer gewissen Leichtigkeit erreichen. Am besten mehr als 80 Umdrehungen pro Minute. Das machen viele falsch.

Erreichen kann man das nur, wenn die Feinabstimmung zwischen Muskel-Krafteinsatz, Wahl der Motorstufe (in der Regel 4 Stufen) und der Gangschaltung mit zumeist 10 Gängen stimmt. Es ist quasi ein Kräfteparallelogramm, quasi ein Kartenhaus limitierender Faktoren. Was heißt das praktisch? Ich darf nicht ständig an der Motoschaltung spielen, sondern arbeite überwiegend mit der normalen Gangschaltung.

Ich beginne also mit der niedrigsten Stufe (Eco bzw. Tour) und versuche meine Trittfrequenz per Gangschaltung ständig zu erhöhen. Ich muss leicht rollen. Bei ansteigender Straße kann moderat Motor zugeschaltet werden

Nur klar ist, dass man höhere Berge bzw. Passstraßen so nicht wird bezwingen können. Bis zu 1000 m Höhenanstieg kann ich mit einer Akku-Ladung nur schaffen, wenn ich extrem langsam fahre, die niedrigste Motorstufe wähle und stark arbeite. Dafür braucht es Übung, Zeit und Durchhaltevermögen. Das kann harte Arbeit sein und häufige Pausen erfordern. Tempo ist absolut zweitrangig.

Will ich auf halbwegs ebenen Strecken eine hohe Frequenz beim Treten erreichen, darf der Gegendruck nicht zu hoch sein. Logisch eigentlich, aber es nicht immer einfach zu erkennen, wo die eigenen Kraftreserven enden. Das wird freilich beeinflusst durch Zustand des Straßenbelags, Steigerung, Wind & Wetter und Gewicht. Ich lerne, ständig hoch und herunterzuschalten, um die Frequenz stabil zu halten. Es ist ein permanentes Justieren. Dafür reicht in der Regel primär die Gangschaltung, wobei die Motorleistung möglichst niedrig bleiben sollte. Rechte Hand - Linke Hand - beide sind ständig am mitarbeiten.

Das Kartenhaus kann jederzeit zusammenfallen bei Radproblemen. (Und tut es dann auch.) Sobald ich etwas bemerke, ein Schleifen oder Vibrieren, muss ich der Sache nachgehen und einen Radladen aufsuchen. Was ja nicht überall und immer funktioniert. Ich rate daher zum prophylaktischen Check, am besten nach jeder Tagestour. Ich brauche auf jeden Fall ein kleines Ersatzteillager und sehr gutes Werkzeug.

Ich muss zudem regelmäßig Pausen machen. Schauen und Fotos machen. Ohne mein Tagesziel aus den Augen zu verlieren.

TIPPS? BEERATUNG? Bitte einfach eine mail schreiben.

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