Marcel G. Seyppel Kontakt
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Gesegelt

Thunfisch Carpaccio in der Geistermarina - 2026

Nördliche Sporaden, Pagasetischer Golf, Ostküste Euböas

Aus dem Logbuch

| Sonntag, den 17.5. Volos – Pagasetischer Golf - Trikeri | Ablegen nach einem gemütlichen Frühstück mit frischen Backwaren erst um 11:00 bei wenig Wind und Sonne, 33°. Rausfahren aus dem Hafen in süd-östlicher Richtung. Segel gesetzt. Das Probetraining beginnt. Jeder kommt ans Ruder. Wir segeln kreuz und quer. Alle Manöver mit allen Crewmitgliedern am Ruder durchgespielt inkl. Fender über Bord Manöver.\n\nEinweisung in Sicherheit (Checkliste) und Segeltechnik, Entleeren der Tanks, Bedienung der WCs, Elektronik und Navigation.\n\nSegeln schließlich SO bei wenig Wind. Einfahrt in die schmale, landschaftlich schöne, bewaldete Bucht von Trikeri bis ganz ans Ende. Buchtankern um 17:00. In der wunderschönen Taverne essen wir und verbringen den Abend. Insgesamt ist wenig Schiffsverkehr in der Bucht. Keine besonderen Vorkommnisse. Super Stimmung an Bord. | 27,7 sm |

| Mittwoch, den 20.5.\n\nGen Argontas/Skopelos | Ablegen in Skiatos um 9:15 bei klarem Himmel und 2 – 3 Bft. Wir nehmen bei halbem Wind direkt Kurs 90 – 100 °. Um 16:00 Ankunft, Buchtankern bei 11 m Tiefe.\n\nDie Bucht ist schön, aber es gibt nur 1 Restaurant, des extrem teuer ist. Nudelspeisen ab 25 €. „Das ist halt Skopelos“, meint die Kellnerin. Sie hat es nicht nötig zu handeln. Einen Capu für 5,50 € genehmige ich mir. Gekocht wird an Bord.\n\nDie Nacht ist unruhig, da der Wind gegen Morgen auf SO dreht. | 25,9 sm |

| Samstag, den 23.5.\n\nStena Vala, Ostküste von Alónissos | Da uns der Hafen Stena Vala auf Alónnisos so gut gefallen hat, beschließen wir, um die vorgelagerte Insel herum dorthin zu segeln. Es ist leicht bewölkt, 1 – 2 m Wellen, Wind: 14 -19 Kts aus NNO.\n\nDie Fahrt geht um die vorgelagerte Insel Peristeral zunächst gegen den Wind. Ganz in der Nähe, Nordwestlich von Alónissos, liegt mit ca. 1.600 m die tiefste Stelle der Ägäis. Wir machen nur langsam Strecke. Erst nach der Umrundung des Nordkaps geht es mit Tempo zwischen den Inseln nach Stena Vala, wo wir am kleinen Hafen römisch-katholisch anlegen. Kleine Fischerboote kommen rein, als es dunkel wird. Es gibt ein schönes Essen. Wunderbare Abendstimmung. | 25,8 sm |

| Montag, den 25.5.\n\nSkýros umsegeln | 9:30 abgelegen bei ablandigem Wind, doch draußen haben wir nur 3,5 Kts Wind. Um 10:30 frischt der Wind auf 12 Kts auf aus N, wir segeln mit halbem Wind. Gegen 13:30 erreichen wir erst das Skyros-Südost-Kap. 6 Bft, Wind, nachlassend. Entlang der Ostküste, die wild und zerklüftet ist, gen 0°. Dann 8,2 Kts Fahrt gegen den Wind, wolkenloser Himmel, Wellen nun 2 – 3 m.\n\n17:30 seitliches anlegen am Kay im „Achilles Bay Marina“, Ostküste Skýros. Sehr enge, gefährliche S-Einfahrt, bei starkem Wind kaum zu machen. Es handelt sich um eine „Geistermarina“, in der lediglich einige Fischboote am Kai liegen, aber es gibt kein einziges Haus, keine Taverne oder Einkaufsmöglichkeit. Unser “point of return”.\n\nSpätabends legt ein Fischkutter an. Bettina ersteht beherzt gut 2 kg frischen Tunfisch für 25 €. Schnäppchen. Daraus mache ich einen Tunfisch-Carpaccio in Oliven-Zitronen-Sud. Ganz was Feines! Happy Birthday, liebe Mo!! Wunderkerzen fehlen. Hellas. Muss man mal gesehen haben.\n\nDer Ort Achilles liegt einige Kilometer entfernt. Entlang der Straße verstreute Häuschen, Gärten, Spaziergang wild. | 42,5 |

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