vita
Wer bin ich? Annäherungen an mich
Ich heiße Marcel G. Seyppel, G. für Gerald. Ich lebe solo in Köln und bin so etwas wie ein „Mischling“ zweier Kulturen und Religionen. In den USA wachse ich auf und siedle mit zehn nach Berlin um. 1968. Mutter jüdisch-amerikanisch, Vater evangelisch-deutsch. Regelmäßig treibt es mich in meine Urheimat zurück zur Familish, die größtenteils in Atlanta/Ga. lebt.
Mein Leben verläuft auch daher nicht immer gradlinig. Erst studiere ich in Berlin Maschinenbau, dann Physik, breche ab, maloche, reise, wechsele 1974 nach Köln, um schließlich Geschichte und Völkerkunde zu belegen. In diesen Fächern habe ich schließlich promoviert, aber ich lasse den Titel heute meistens weg. Familiengründung ist datiert auf 1979, ein Wendejahr. Da studiere ich noch, schreibe einen Reiseführer über die Peloponnes und baue die erste Krabbelgruppe Kölns auf. Auch den Karateverein Ju Kengo e.V. gründe ich zusammen mit anderen, wo ich bis heute trainiere.
Beruflich beginne ich als freier Journalist zu arbeiten, mache viel Hörfunk und schreibe. Ich erhalte Lehraufträge und beginne, Events zu organisieren. Journalismus mache ich weiterhin, aber zunehmend im Kundenauftrag. Ich spezialisiere mich, arbeite an Umweltinstituten und für Agenturen, immer stärker fokussiert auf Fragen der Europäischen Integration, um beides zu verbinden. Es ist ein Reinknien, auch die ständige Suche nach Brüchen und Trends und beruflichen Chancen.
Die EU-Erweiterung fasziniert mich, auch ihre Methodik und Kommunikation. Ich will beitragen. Ich arbeite unmittelbar nach der Wende als EU-Berater länger in Polen, später in ganz Mittel-Ost-Europa schließlich auf dem Balkan. Ich gründe eine kleine Agentur „MEDIA RES“, bin zwischenzeitlich Blattmacher in Deutschland, mache auch hier EU-Projekte. 2012 dann eine Zäsur. Ich gebe meinen selbständigen Status auf und werde bei der giz festangestellt. Es ist mitten im arabischen Frühling, als ich für zwei Jahre nach Kairo gehe, wieder inmitten in einer Zeitenwende. Ich arbeite in Nordafrika und im Nahen Osten im Bereich Energieeffizienz für die Energiewende. Ich bereise Ägypten, das mich bis heute fasziniert. Die letzten Berufsjahre verschlägt es mich zur giz nach Bonn in die globale Entwicklungszusammenarbeit. Kurzum: viele Wechsel, ein Arbeiten auf unterschiedlichen Seiten des Schreibtisches. Alles Schnee von gestern.
Seit 2019 bin ich im Unruhestand, lebe und arbeite weiterhin in Köln. Ich habe eine großartige Familie: vier Kinder und drei Enkelkinder, ich selbst bin nun solo. Und ich treibe mich rum in der Weltgeschichte, fotografiere, wandere und segele. Zuhause gärtnere ich, mache Sport, koche passioniert. Ich liebe Bücher und Livemusik, Kino und Museen. Ich liebe die Berge. Auch bin ich sehr gerne Skipper. Und last but not least bin ich ein Schreiberling. Das sind wohl die Konstanten. Und die muss es schließlich auch geben im Leben.